Mit ein wenig Verspätung habe ich nun auch das Fliegenfischen am Bach gestartet.
Der Tag begann gleich mit Schnappatmung, weil ich noch tanken musste - aber nach dieser Schocktherapie konnte der Tag nur mehr besser werden.
Die Anfahrt war entspannt und das Wetter eigentlich perfekt - kühl und bedeckt mit ein paar Sonnenblinzlern zwischendurch.
Am Bach angekommen, kamen die ersten Zweifel hoch - das Wasser war glasklar und sehr niedrig. Die Fische waren so scheu, dass ein stärkeres Blinzeln mit einem Auge genügte, um sie in die Flucht zu schlagen.
Man sah auch deutlich, dass der Winter viel zu trocken war, es waren überall noch die Braunalgen auf den Steinen, die eigentlich um diese Zeit schon weggespült sein sollten.
Aber hilft ja alles nichts, wenn ich schonmal da war, versuchte ich natürlich mein Glück. In Ruhe umgezogen, die Ausrüstung gerichtet - traditionsgemäß eröffnete ich mit meiner allerersten selbst gebauten Gespließten - und rein ins Wasser, das wie zu erwarten wieder arschkalt war. An dieser Stelle meinen aufrichtigen Dank an den Erfinder der Vliesunterwäsche!
Die ersten Würfe mit der Trockenfliege brachten ausser ein paar vorwitzigen Zwergen so gut wie nichts, also auf eine Nymphe umgerüstet. Da sah das Leben doch gleich anders aus - es ließen sich ein paar kräftigere Regenbogen zu einem kurzen Meet&Greet verführen. Aber die wirklich Erwachsenen zeigten sich alle nur ganz kurz beim Verschwinden hinter und unter die Steine und Büsche.
Aber stolz darf ich an dieser Stelle erwähnen, dass es mir diesmal gelungen ist, zu 100 Prozent an den Äschen, die in OÖ ja noch bis Ende April Schonzeit haben, vorbei zu fischen.
Mit den ersten Sonnenblinzlern begann auch ein zarter Schlupf von Eintagsfliegen und ich versuchte wieder mein Glück mit einer Trockenfliege. Die Fische nahmen die Einladung gerne an und ich konnte ein paar Regenbogen und auch Bachforellen zum Anbiss verführen. So schnell der Schlupf begonnen hatte, so schnell war er auch schon wieder vorbei - nach nicht einmal einer Stunde wurde es wieder ruhig am Wasser.
Ich beschloss dann auch, den ersten Tag am Bach nicht allzu sehr in die Länge zu ziehen und beendete die Saisoneröffnung nach ein paar weiteren, erfolgreichen Würfen.
Mein Resume des Tages: Ich war fischen, ich hab gefangen, hab mich auch einmal flach auf die Steine gelegt, dass die Spitze meiner Gespließten auf die eine Seite und die Rolle aus dem Hause Hardy auf die andere Seite geflogen ist (zum Glück ist alles heil geblieben) und ein schöner Regenbogen aus dem Bach durfte mich nach Hause in die Küche begleiten. Ich denke, besser geht's nicht!
Erste Clubfliege des Jahres ist die Royal Coachman, hier in verschiedenen Interpretationen / Der Clubfisch des Jahres 2025 ist der Hecht

Das erste Mal am Bach 2026
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Re: Das erste Mal am Bach 2026
Danke für den wie immer sehr anregenden und informativen Bericht. Ja ein sogenannter Fritzelack ist ein wenig unangenehm, Hauptsache Du hast Dich nicht verletzt und Deiner Ausrüstung ist nichts passiert. Wenn ich sowas erlebe, dann ist da meistens nur mein Ego angeknackst.
Ich freue mich schon auf meinen ersten Ausflug mit Rute ans Wasser: Am Donnerstag geht es nach Velden an der Pegnitz, dort von Fr-So fischen und Treffen mit anderen Fliegenfischern, Montag dann Heimreise. Bericht davon erstelle ich dann nächste Woche.
Ich freue mich schon auf meinen ersten Ausflug mit Rute ans Wasser: Am Donnerstag geht es nach Velden an der Pegnitz, dort von Fr-So fischen und Treffen mit anderen Fliegenfischern, Montag dann Heimreise. Bericht davon erstelle ich dann nächste Woche.
LG,
Sepp
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Re: Das erste Mal am Bach 2026
Grüß dich Peter,
danke für deinen Eröffnungsbericht vom Bach!
Ja nicht die leichtesten Bedingungen, aber wenn dann ein Schlupf passiert, ist es wie magisch.
Herzliches Petri heil, Moizeit und gute Besserung, falls die Horizontale schmerzhaft war.
Beste Grüße
Jürgen
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Ja nicht die leichtesten Bedingungen, aber wenn dann ein Schlupf passiert, ist es wie magisch.
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Re: Das erste Mal am Bach 2026
Sehr schöner Bericht Peter! Petri Heil zu dieser Saisoneröffnung.
Gruß, Karl
Gruß, Karl
Tight Lines und gut Zwirn
wünscht Dir
Karl
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Re: Das erste Mal am Bach 2026
Viel Spaß und Erfolg wünsch ich dir!Seppham14 hat geschrieben: ↑14. April 2026, 11:16 Danke für den wie immer sehr anregenden und informativen Bericht. Ja ein sogenannter Fritzelack ist ein wenig unangenehm, Hauptsache Du hast Dich nicht verletzt und Deiner Ausrüstung ist nichts passiert. Wenn ich sowas erlebe, dann ist da meistens nur mein Ego angeknackst.
Ich freue mich schon auf meinen ersten Ausflug mit Rute ans Wasser: Am Donnerstag geht es nach Velden an der Pegnitz, dort von Fr-So fischen und Treffen mit anderen Fliegenfischern, Montag dann Heimreise. Bericht davon erstelle ich dann nächste Woche.
Gruß, Karl
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Re: Das erste Mal am Bach 2026
Danke Leute!
Es ist alles heil geblieben, verletzt war nur mein Stolz
Nicht einmal einen blauen Fleck hab ich eingefangen, dabei sehe ich normalerweise nach jedem Einschlag aus wie ein Heidelbeerstrudel
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