Erste Clubfliege des Jahres ist die Royal Coachman, hier in verschiedenen Interpretationen / Der Clubfisch des Jahres 2025 ist der Hecht
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Flugangeln nach alten Regeln?

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Trutta1
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Flugangeln nach alten Regeln?

Beitrag von Trutta1 »

Liebe Fliegenfischer,
als ich vor fast 50 Jahren mit dem Flugangeln begann, gab es dafür klare Regeln, die eingehalten werden mussten.
Zumindest in Salmonidengewässern!
Natur- und Gummiköder waren verboten.
Es gab so genannte Sportstrecken, in denen
Spinn- und Flugangeln mit den in Salmo- Gewässern zugelassenen Ködern erlaubt war.
In Flugangelstrecken war auch nur dies zulässig. Hakengrößen waren nur bis Gr.6 zulässig und für das Gerät gab es eine klare Definition. Rute/Rolle/Fliegenschnur/Vorfach/Fliege.
Heute gibt es immer wieder darüber Streitgespräche, was denn nun das ware Flugangeln, bzw. Fliegenfischen ist.
Dabei wäre es wohl wichtiger über den Umgang mit den gefangenen Fischen zu diskutieren.
Dennoch gibt es in den Statuten einiger Verbände und Vereine recht unterschiedliche Richtlinien wie Salmoniden befischt werden dürfen.
Mir persönlich ist es absolut egal, mit welchen am Flugangeln angelehnte Methoden, der Angler seinen Fisch fängt, so weit es erlaubt ist. Leider ist das widerhakenlose Fischen immer noch kein Pflichtbestandteil der meisten Verbände.
Zumindest in Salmonidengewässern sollte dies nicht ausschließlich dem Fischer überlassen werden.
Einiges, wie das Euro- Cechnymphing oder Tenkara habe ich ausprobiert, aber dies werden wohl nicht meine favorisierten Methoden werden.
Dies liegt vielleicht auch an den Bächen, die ich hauptsächlich befische.
Auch an der Ostsee kommt die Tenkara-Fischerei sicher an ihre Grenzen!😉
Mit Naturköder auf Salmoniden zu fischen, lehne ich generell ab!
Nach vielen verschiedensten Techniken des Fliegenfischens die ich ausprobiert habe, bin ich wieder beim altbewährten angekommen.
Ich mag einfach die vor langen Jahren erlernte Methode. Das Equipment ist heute wesentlich besser als damals und ich kann so absolut entspannt Fischen.
Fliegenfischen ist für mich seit langem nicht nur Fische fangen!
Es gibt so einige Lieblingsplätze am Bach, von denen ich nicht nur die Wasseroberfläche, sondern das gesamte Umfeld beobachten kann. Allein dies gibt mir unglaublich viel und ich hoffe, dass ich dies noch lange geniessen kann.
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TL, Frank
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Flysamurai
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Re: Flugangeln nach alten Regeln?

Beitrag von Flysamurai »

Hallo Frank,

ich habe deinen Betrag zweimal lesen müssen um zu verstehen was du und sagen willst. Wenn man zwischenden Zeilen liest, versteht man was du uns sagen möchtest. Das Bild sagt eigentlich alles, wenn man so ausgerüstet ist wie der kleine Junge. Einfach nur Spaß haben ohne aufrüsten zu müssen oder zu wollen. Ich bin auch wieder da wo der kleine Junge steht, mit wenig Equipment trotzdem Erfolg haben.

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Also dann Gruß zu Haus un Tach zusammen

Andreas

"Je mehr man weiß, desto weniger braucht man."(Yvon Chouinard)
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Re: Flugangeln nach alten Regeln?

Beitrag von flymph »

Mir ist es gestern etwas wie dem Nachwuchsfischer ergangen. Die Fliegenweste hing noch über dem Stuhl zuhause als ich bereits ans Wasser gehen wollte.

Nach kurzer Schockstarre fing das Rattern einen Stock höher an und es wurde in den Ersatzvorräten gekramt. Am Ende hatte ich eine ausrangierte Fliegenbox, die Lizenz befand sich bereits in der Wathose, einen Knipser hatte ich in der alten Wathose gefunden, ein Vorfach inkl. Bissanzeiger war noch auf der Rolle, Ersatzfett und Tippetmaterial war da und auch die Polbrille vorhanden. Ein luftigeres Kleidungsstück kam in die Wathose und das Trinkwasser musste heute zurückbleiben. Der Rest inkl. Handy und Autoschlüssel passte gerade so in die Wathosentasche.

Und es wurde ein sehr erfolgreicher Fischtag mit u.a. der bislang zweitgrößten Regenbogenforelle aus diesem Gewässer.

Was hat mir gefehlt?
- Wasser/kleiner Snack
- Kescher
- Maßband, Messer
- Lösezange glücklicherweise nicht -> ggfs. hätte ich abgeknippst
- Ersatzvorfach und -bissanzeiger (Improvisation wäre möglich gewesen)
- Meine aktuelle Nymphendose hätte ich nächstes Mal gerne statt der ausrangierten Box wieder mit dabei, zusätzlich aktuelle Trockenfliegendose
- Schnurreste verstauen geht besser

Learnings daraus:
Fliegenweste vorerst weiterhin - Kescher(befestigung), Kleidungsstück, Wasser, Lösezange(, wasserfeste Kamera).
Streamerutensilien raus (oder umgekehrt) und Inhalte bereinigen (Anzahl Vorfächer, Tippetmaterial).

P.S. Bindefäden hatte ich bislang noch nicht beim Fischen am Wasser mit

P.P.S. Manchmal sind neue Regeln und Beschränkungen schon auch sehr positiv für die Fische - z.B. Einzelhaken, Widerhakenverbot, Zwischenbrittelmaße, max. eine Fliege/kein Bleischrot/Tiroler Hölzl (nicht jeder Fisch muss permanent mit allen erdenklichen Methoden beackert weden), Schongebiete, ...
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Re: Flugangeln nach alten Regeln?

Beitrag von Flysamurai »

Hallo Michael,

es geht, und es geht sogar ganz gut mit weniger Equipment, dein Beispiel hat es ja gezeigt. Man wird ja auch bekloppt gemacht vonder Industrie, das braucht der Fischer, das auch noch usw. Ich bin an einen Punkt angekommen, wo ich mir genau überlege wenn ich was fallen lasse ob ich das noch brauche. Wenn ja, heb ich es auf, wenn nein, lass ich es liegen. :mrgreen:
Also dann Gruß zu Haus un Tach zusammen

Andreas

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Re: Flugangeln nach alten Regeln?

Beitrag von Trutta1 »

Hallo Michael und Andreas,
ich glaube dieser schöne Spruch im Anhang von dir Andreas, sagt alles!

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Re: Flugangeln nach alten Regeln?

Beitrag von Willi »

Trutta1 hat geschrieben: 4. Oktober 2026, 12:51 "Je mehr man weiß, desto weniger braucht man."(Yvon Chouinard)
Ich brauche nicht mal eine Rolle! :mrgreen:

Nein im ernst, die Zeiten haben sich natürlich geändert, genau wie die Umstände und auch die Möglichkeiten.
Regeln gab es damals und auch heute und genau wie damals, haben sie auch heute (meistens) ihren Sinn, angepasst an die heutige Zeit.

Und ja, auch ich bin nicht immer mit allen Regeln einverstanden, da ich eben oft eine andere Sichtweise habe.
Trotzdem befolge ich sie, oder fische dort halt nicht.

Ansonsten ist hier ja eh schon das meiste gesagt worden, außer:
Trutta1 hat geschrieben: 2. Oktober 2026, 23:25 Auch an der Ostsee kommt die Tenkara-Fischerei sicher an ihre Grenzen!😉
Ich fischte zwar noch nie an der Ostsee, aber ja, für Tenkara gibt es viele Grenzen, aber auch viele Möglichkeiten! :cool: ;)

BG, Willi
TENKARA ist meine Philosophie!
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Trutta1
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Re: Flugangeln nach alten Regeln?

Beitrag von Trutta1 »

Hallo Willi,
ich wollte natürlich mit dieser Aussage leicht provozieren aber nichts diffamieren!
"Für mich" kommt die Tenkarafischerei in zu vielen Situationen an Grenzen, die ich nicht weiter austesten möchte!
Ich habe in Südtirol jemanden beim Tenkarafischen beobachtet, der alle meine Befürchtungen in die Praxis umsetzte.
Völlig überfordert riss er nacheinander 3 große Fische (vermutlich RF) ab.
Von einer Brücke beobachtete ich ihn ca.1/2 Stunde.
Das waren vermutlich alles Satzfische, denn auch ich konnte später mehrere RF zwischen 50-60cm fangen.
Ich kann mir allerdings vorstellen, dass auch große Fische mit der Tenkararute in solch einem Bach (Passer)
ausgedrillt werden können.
Dazu sollte die Rute aber in der Hand eines Fischers sein, der das auch kann!
TL, Frank
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